Welche Herausforderungen bringt Corporate Data mit sich?
Mit wachsenden Datenmengen aus IT und OT wird die größte Herausforderung nicht die Technik, sondern das fehlende gemeinsame Bild: getrennte Systeme, unklare Zuständigkeiten und Datensilos. pronubes verbindet IT und OT über ein zentrales Rückgrat zu einer verlässlichen, transparenten Datenbasis.
Die zentrale Herausforderung
Produktionsunternehmen erzeugen heute mehr Daten als je zuvor: Maschinen- und Sensordaten aus der Fertigung, Auftrags- und Kundendaten aus ERP und CRM, Qualitäts- und Wartungsdaten, dazu wachsende Mengen an Kommunikations- und Dokumentationsdaten. Die eigentliche Herausforderung ist dabei selten die reine Datenmenge.
Schwierig wird es, weil diese Daten in völlig getrennten Welten entstehen — der IT auf der einen und der OT (Operational Technology, also Produktionsanlagen und Maschinensteuerungen) auf der anderen Seite. Ohne ein gemeinsames Bild wächst zwar die Datenmenge, aber nicht der Erkenntnisgewinn.
Wie die Datenflut entsteht
Jede neue Maschine, jedes neue System und jede zusätzliche Sensorik erzeugt zusätzliche Daten. Über Jahre summiert sich das zu einer enormen Menge historischer und laufender Daten, die in unterschiedlichsten Formaten, Protokollen und Systemen liegen — von klassischen SPS-Steuerungen bis zu modernen Cloud-ERP-Systemen.
Das Wachstum verläuft dabei meist organisch und ungeplant: Systeme werden nacheinander eingeführt, ohne dass von Anfang an eine gemeinsame Dateninfrastruktur mitgedacht wird. Das Ergebnis ist eine historisch gewachsene Landschaft, in der niemand mehr den vollständigen Überblick hat.
Datensilos zwischen IT und OT
IT und OT haben historisch unterschiedliche Prioritäten: die IT steht für Sicherheit, Integration und Standardisierung, die OT für Verfügbarkeit, Echtzeitfähigkeit und robuste Steuerung von Anlagen. Diese unterschiedlichen Kulturen haben über Jahrzehnte dazu geführt, dass beide Bereiche eigene, weitgehend isolierte Systemlandschaften aufgebaut haben.
Die Folge sind Datensilos: Produktionsdaten liegen in Historians und Leitsystemen, die von der IT kaum eingesehen werden, während ERP- und Planungsdaten der Produktion oft nicht in Echtzeit zur Verfügung stehen. Jede Seite sieht nur einen Ausschnitt der Realität.
Auswirkungen auf die Produktion
Fehlt die Verbindung zwischen IT und OT, bleiben viele Potenziale ungenutzt: Wartungsentscheidungen werden ohne Blick auf tatsächliche Maschinendaten getroffen, Produktionsplanung erfolgt ohne aktuelle Auftrags- oder Materialdaten, und Qualitätsprobleme werden oft erst spät erkannt, weil relevante Daten in unterschiedlichen Systemen verstreut liegen.
In der Praxis bedeutet das: mehr manuelle Abstimmung zwischen Abteilungen, mehr Reaktionszeit bei Störungen, und Entscheidungen, die auf veralteten oder unvollständigen Informationen basieren, statt auf einem aktuellen Gesamtbild der Produktion.
Datenqualität und Verantwortlichkeiten
Mit wachsender Datenmenge wächst auch die Frage, wer für Datenqualität verantwortlich ist. Ohne klare Zuständigkeiten bleiben Datenfehler, doppelte Datensätze und veraltete Informationen oft über lange Zeit unentdeckt — mit direkten Auswirkungen auf Entscheidungen, die auf diesen Daten aufbauen.
Compliance- und Transparenzanforderungen (etwa DSGVO oder branchenspezifische Vorgaben) verschärfen diese Herausforderung zusätzlich: Wer nicht weiß, wo welche Daten liegen und wie aktuell sie sind, kann Nachweispflichten nur schwer erfüllen.
Was die Herausforderung nicht ist
Die Herausforderung ist nicht in erster Linie ein Mangel an Technologie — die meisten Unternehmen verfügen bereits über leistungsfähige IT- und OT-Systeme. Das eigentliche Problem ist die fehlende Verbindung zwischen diesen Systemen, nicht das Fehlen einzelner Werkzeuge.
Es ist auch kein Problem, das sich mit noch mehr isolierten Insellösungen lösen lässt. Ein zusätzliches Dashboard oder eine weitere Auswertung pro Abteilung schafft eher mehr Komplexität als eine verlässliche, gemeinsame Datenbasis.
Typische Hürden in der Praxis
Die größte Hürde ist meist organisatorisch: IT- und OT-Teams sprechen unterschiedliche Sprachen, arbeiten mit unterschiedlichen Prioritäten und sind selten für eine gemeinsame Dateninfrastruktur verantwortlich. Ohne klaren Auftrag bleibt die Zusammenführung von IT und OT Randthema.
Technisch erschweren proprietäre Protokolle, ältere Maschinensteuerungen ohne moderne Schnittstellen und historisch gewachsene, undokumentierte Systemlandschaften die Integration zusätzlich. Erfolgreiche Projekte adressieren beide Ebenen — organisatorisch wie technisch — von Anfang an gemeinsam.
Wie pronubes unterstützt
pronubes führt IT- und OT-Daten über ein zentrales Rückgrat zusammen, ohne bestehende Systeme zu ersetzen. Maschinen- und Sensordaten aus der Produktion, ERP- und Planungsdaten aus der IT — alles fließt in eine gemeinsame, strukturierte Datenbasis.
Das Ergebnis ist eine verlässliche Datenbasis, auf die sich alle Abteilungen stützen können: transparent, konsistent und compliant. Statt wachsender Datenmengen ohne gemeinsames Bild entsteht eine gemeinsame Sicht, mit der alle Beteiligten arbeiten.
Häufige Fragen
Was sind die größten Herausforderungen bei Corporate Data?
Meist nicht die Technik, sondern das fehlende gemeinsame Bild: getrennte Systeme, unklare Zuständigkeiten und Datensilos zwischen IT und OT. Mit wachsenden Datenmengen wird dieses Problem größer.
Warum entstehen Datensilos zwischen IT und OT?
Weil IT- und OT-Systeme historisch getrennt gewachsen sind, mit eigenen Formaten, Protokollen und Verantwortlichkeiten. Jede neue Anwendung legt dann oft wieder eigene Datenbestände an.
Wie wirkt sich schlechte Datenqualität auf die Produktion aus?
Unvollständige oder widersprüchliche Daten führen zu falschen Entscheidungen, aufwendigen manuellen Abgleichen und verzögerten Reaktionen, etwa bei Qualität, Wartung oder Planung.
Muss ich dafür alle Systeme ersetzen?
Nein. Bestehende Systeme lassen sich über eine gemeinsame Datenschicht verbinden, ohne sie auszutauschen. Entscheidend sind einheitliche Modelle und klare Zuständigkeiten.
Wie hilft pronubes?
pronubes verbindet IT und OT über ein zentrales Rückgrat zu einer verlässlichen, transparenten Datenbasis, mit einheitlichen Datenmodellen und kontrolliertem Zugriff.
Aus getrennten Systemen wird eine gemeinsame Datenbasis.
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